Social Media will nichts Böses, niemanden verletzen und auch nicht gegen die zehn Gebote der heiligen Schrift (egal welcher) verstoßen. Aber sie ist auch nicht irgendein kurzweiliges Erscheinungsbild a la Halleyische Komet am Marketing-Milchstrassenhimmel, das kurz aufflammt und dann schnell wieder verschwindet.
Doch anscheinend sind tatsächlich Einige der Ansicht, dass dieses oder ähnliches genau der Fall ist. Denn entweder wird Social Media einfach ignoriert, missverstanden oder sogar, wenn auch auf unspektakuläre Art und Weise bekämpft. Dabei ist Social Media nicht nur ganz harmlos, sondern auch nur ein Instrument von vielen im Bereich virtueller und kommunikativer Netzwerkpflege. Sicherlich, je nach dem welcher Ton auf diesem Instrument angeschlagen wird, kommt eben die eine oder andere schräge Melodie heraus, oder aber ein stimmungsvolles Lied. Wir sollten daher nicht vergessen, dass Social Media eine Plattform bereitet, die den Menschen die Möglichkeiten bietet, eine veredelte Form der Kommunikation im Web für sich nutzen zu können, um quasi eine Art modernen Humanismus wieder Platz und Raum geben zu können. Denn die Grundprinzipien von Social Media würden niemals bestehen, wenn es nicht auch die Grundprinzipien des Menschen gäbe, geboren aus dem natürlichen menschlichen Drang nach Offenheit, Menschlichkeit, Transparenz, Kommunikation und Anteilnahme, um nur ein paar der vielen Grundsätze zu nennen.
Von diesem Standpunkt aus betrachtet wird Social Media auch nicht untergehen, ganz im Gegenteil. Mit der Zurückbesinnung des Menschen auf seine Menschlichkeit und im Zusammenhang mit dessen Verbreitung auf kommunikativer Ebene im Web, wird auch Social Media wachsen und gedeihen.
Wichtig gerade für Unternehmer ist daher die Erkenntnis, dass das grundlegende Prinzip und somit die treibende Kraft des Menschen im Web, das Bedürfnis ist sich mitzuteilen. Ob Jemand nun erzählt, dass er gerade einen Kaffee trinkt, mit dem Auto zur Arbeit unterwegs ist, auf dem Balkon eine Zigarette raucht, im Internet nach einer Hunderasse mit blauem Fell sucht oder darüber berichtet wie es ist Löcher in die Luft zu starren, immer wird eine private Information nach außen getragen, die für alle anderen einen Einblick in das Leben des Erzählenden offenbart. Beobachten Unternehmer dieses Geschehen geduldig und einfühlsam und holen sie den Menschen genau an der Stelle ab, wo dieser sich anhand seiner Erzählungen befindet, so findet ein wahres Geben und Nehmen unter Berücksichtigung aller bekannten sozialen Faktoren statt.
Also: Bleiben wir alle mal ganz geschmeidig und locker und lassen uns im Vollbesitz unserer geistigen Kräfte auf Social Media ein, die im Grunde genommen humanen, sprich menschlichen Zwecken dient.
Und das meine ich genauso aus Sicht eines Unternehmens, sowie eines Privatanwenders der sich mit der Thematik beschäftigt.
Im nächsten Beitrag möchte ich auf das Thema “Enterprise 2.0″ als Unternehmenskultur und wichtiger Teil sämtlicher SocialMedia Aktivitäten eingehen.
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Hier schreibt Tobias, ein Informationsdesigner aus Graz im wunderschönen Österreich.
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